Ein Patient mit schweren Hirnschäden wird auf der Intensivstation eingeliefert. Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte gelingt es nicht, das Leben des Patienten zu retten. Der Tod tritt ein.
Feststellung des TodesDer Hirntod muss durch zwei erfahrene Ärzte getrennt voneinander festgestellt und dokumentiert werden. Die Ärzte stehen in keiner Verbindung zum Transplantationsteam.
Einwilligung der AngehörigenHat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Erklärung zur Organspende ausgefüllt, werden die nächsten Angehörigen darum gebeten, stellvertretend für ihn zu entscheiden. Über eine beabsichtigte Organentnahme müssen die Angehörigen unterrichtet werden.
Organisation der OrganspendeDie Organisationszentrale der Deutschen Stiftung Organtransplantation wird von der Intensivstation informiert. Ein Mitarbeiter veranlasst die nötigen medizinischen Tests, informiert Eurotransplant und organisiert die Organentnahme und den Transport der Organe.
TypisierungDem Toten werden Blutproben entnommen, um eine mögliche Infektion und gewebetypische Merkmale festzustellen, die für die Übereinstimmung von Spender und Empfänger von Bedeutung sind. Die Ergebnisse werden umgehend an Eurotransplant weitergegeben.
Entnahme der OrganeDie Organentnahme erfolgt durch ein erfahrenes Ärzteteam. Bis zur Verpflanzung werden die Organe konserviert. Nach der Explantation wird der Leichnam würdevoll versorgt.
OrganvermittlungEurotransplant ist zuständig für die Organvermittlung. Es führt die Organempfänger in Deutschland, Österreich, den Benelux-Staaten und Slowenien auf einer gemeinsamen Warteliste. Bei Eurotransplant ermittelt der Computer nach festgelegten Kriterien die Empfänger.
TransplantationDie Empfänger werden umgehend benachrichtigt und für vorbereitende Untersuchungen in die Klinik gebeten. Falls keine medizinischen Vorbehalte bestehen, werden die Spenderorgane transplantiert.