Chronisches Nierenversagen >> Folgen des chronischen Nierenversagens

Folgen des chronischen Nierenversagens

Je stärker die Nierenfunktion abnimmt, um-
so häufiger beeinträchtigt das chronische
Nierenversagen auch andere Organsys-
teme. Frühzeitig entwickelt sich z.B. ein
Bluthochdruck mit allen bekannten Fol-
gen für das Herz-Kreis-lauf-System,
z.B. Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
und ein erhöhtes Herzinfarkt- bzw.
Schlaganfallrisiko.

In der Regel kommt es zu Störungen
im Calcium-, im Phosphat- und Vitamin-
D-Haushalt und damit zu Veränderungen des
Knochenstoffwechsels (renale Osteopathie). Das Blut
übersäuert (Azidose), weil Abbauprodukte des Stoffwechsels weniger gut über die geschädigten Nieren ausgeschieden werden können. Störungen im Fettstoffwechsel (Dyslipidämie) gesellen sich hinzu und können die Entwicklung einer Arteriosklerose noch verstärken.

Schließlich führt die Abnahme der Nierenfunktion zu einer vermin-
derten Blutbildung und damit zur Entwicklung einer Blutarmut (Anämie). Gemeinsame Aufgabe des Hausarztes und des Nephrologen ist es nun, diese Gesundheitsstörungen so zu behandeln, dass die Notwendigkeit der Dialysebehandlung so lange wie möglich hinausgezögert werden kann. Vor allem bedarf es dazu einer exakten Einstellung des Blutdruckes mit auf die chronische Nierenerkrankung abgestimmten Medikamenten.




Letzte Änderung: 08.12.2008, nächste Prüfung: 08.12.2009
Erstellt: 01.10.2003


Das KfH
KfH-Behandlungseinrichtungen
Arbeiten im KfH

Chronisches Nierenversagen
Dialyse
Kinderdialyse
Nierentransplantation
Leben mit Nierenersatztherapie

Die Nieren
Ursachen
Früherkennung
Symptome
Folgen des chronischen Nierenversagens
Erhaltung der Nierenfunktion
Einleitung einer Nierenersatztherapie
Chronisches Nierenversagen >> Folgen des chronischen Nierenversagens
Chronisches Nierenversagen >> Folgen des chronischen Nierenversagens
Chronisches Nierenversagen >> Folgen des chronischen Nierenversagens